
Allergien können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und im schlimmsten Fall zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Eine präzise Diagnose ist daher entscheidend, um die auslösenden Allergene zu identifizieren und eine gezielte Therapie einzuleiten. In unserer Praxis nutzen wir verschiedene diagnostische Verfahren, um Art und Ausmaß der Allergie festzustellen. Dazu gehören beispielsweise:
- Blutentnahme mit IgE Bestimmung: Messung von Antikörpern gegen bestimmte Allergene im Blut.
- Prick-Testungen: Hauttest mit Allergenlösungen, um Soforttyp-Allergien festzustellen.
- Nahrungsmittel-Provokationstests: Kontrollierte Verabreichung verdächtiger Lebensmittel unter medizinischer Überwachung, um Nahrungsmittelallergien sicher zu diagnostizieren. Diese werden bei uns geplant und mit umliegenden Krankenhäusern durchgeführt.
Therapie
Früherkennung und gezielte Behandlung
Atembeschwerden, juckende Haut, Husten, Quaddeln, Übelkeit, Bauchschmerzen oder Durchfall. Wenn das Immunsystem auf normalerweise harmlose Substanzen überreagiert, kann das Spektrum der Beschwerden vielseitig sein. Allergien zählen heute zu den häufigsten chronischen Gesundheitsproblemen bei Kindern. In Deutschland ist nahezu jedes dritte Kind von einer Allergie betroffen, mit steigender Tendenz. Besonders verbreitet sind Heuschnupfen, Asthma und Nahrungsmittelallergien.
Knapp 13% aller Kinder in Deutschland erkranken beispielsweise einmal in ihrem Leben an einem atopischen Ekzem (Atopische Dermatitis, Neurodermitis), und Asthma gehört zur häufigsten chronischen Erkrankung im Kindesalter.
Als spezialisierte Kinderallergologin biete ich umfassende Diagnostik und individuelle Therapieansätze, um die Lebensqualität Ihres Kindes nachhaltig zu verbessern. Dabei liegt mir eine vertrauensvolle und individuelle Beratung am Herzen. Scheuen Sie sich nicht, Ihre Fragen und Sorgen zu äußern. Gemeinsam finden wir einen Weg, den Alltag Ihres Kindes zu erleichtern und langfristige gesundheitliche Folgen zu vermeiden.


Nahrungsmittelallergien
Immer mehr Kinder leiden unter Nahrungsmittelallergien. Schon kleine Mengen bestimmter Lebensmittel wie Milch, Eier, Nüsse, Fisch oder Weizen können starke Reaktionen auslösen. Die Symptome reichen von Hautausschlag und Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schocks.
Um einer Nahrungsmittelallergie auf die Spur zu kommen und diese effektiv zu behandeln, ist eine gründliche Diagnostik notwendig. Hier kommen Hauttests, Blutuntersuchungen und Provokationstests zum Einsatz, um genau zu bestimmen, welche spezifischen Allergene die Reaktion Ihres Kindes auslösen.
Die Behandlung basiert meist auf der Vermeidung allergieauslösender Lebensmittel. Orale Immuntherapien bei Kindern sind möglich, ich informiere Sie gerne. In schwereren Fällen kann eine medikamentöse Therapie sinnvoll sein. Besonders wichtig ist mir, dass Sie als Eltern oder Betreuungsperson wissen, wie Sie in Notfällen handeln können – beispielsweise mit einem Adrenalin-Pen. Sie erhalten nach der Sprechstunde einen Behandlungsplan mit konkreten Informationen, welche Nahrungsmittel gemieden werden müssen und welche Medikamente bei einem Notfall gegeben werden müssen. Dieses trainieren wir zusammen.
Eine vertrauensvolle und individuelle Beratung und Therapie liegen mir am Herzen, damit Ihr Kind sicher und gesund aufwachsen kann.
Heuschnupfen
Kaum ist es sonniger und wärmer, jucken die Augen und trieft die Nase. Heuschnupfen bzw. Pollenallergie ist auch unter Kindern weit verbreitet. In unserer Praxis bieten wir eine umfassende Beratung und präzise Diagnostik, um herauszufinden, welche Allergene die Beschwerden auslösen.
Mit einer gezielten Therapie, die von effektiven Medikamenten bis hin zu speziellen Immuntherapien (Hyposensibilisierung) reichen kann, können wir die Symptome lindern und die Lebensqualität Ihres Kindes verbessern. Wir begleiten Sie und Ihr Kind durch die ganze Behandlung und geben Ihnen auch wertvolle Tipps, wie Sie allergischen Reaktionen im Alltag vorbeugen können. Vertrauen Sie auf unsere Expertise – damit Ihr Kind unbeschwert draußen spielen kann.


Atopisches Ekzem
Trockene, juckende Haut, Rötungen und Entzündungen – die atopische Dermatitis, auch als Neurodermitis bekannt, ist eine der häufigsten Hauterkrankungen. Besonders häufig sind Kinder betroffen, aber auch Erwachsene können unter der empfindlichen Haut leiden. Oft leiden Betroffene auch unter anderen Allergien, wie Asthma oder Heuschnupfen.
Die chronisch-entzündliche Hauterkrankung zeigt sich meist schon im Säuglingsalter und tritt schubweise auf. In der frühen (akuten) Phase breiten sich meist rote, nässende und juckende Ausschläge vom Gesicht auf Kopfhaut, Hals, Hände, Ellenbeugen, Kniekehlen und Füße aus. Durch häufiges Kratzen ist die Haut in der chronischen Phase meist sehr trocken und verdickt.
Die gute Nachricht: Mit der richtigen Hautpflege und einer gezielten Therapie lassen sich die Beschwerden meist gut kontrollieren. Wer seine Hautbarriere stärkt und individuelle Auslöser meidet, kann Schübe reduzieren und das Hautbild verbessern.
Urtikaria (Nesselsucht)
Plötzlich sind sie da: Juckende Quaddeln, Rötungen und Schwellungen (Angioödeme). Nesselsucht bzw. Nesselfieber (Urtikaria) kann Kinder wie Erwachsene gleichermaßen treffen und die Ursache ist oft nur schwer zu bestimmen.
Die Nesselsucht tritt meist als akute Form auf und verschwindet in der Regel innerhalb kurzer Zeit von selbst. In seltenen Fällen hat die Nesselsucht einen chronischen Verlauf, ist dann aber gut behandelbar und heilt irgendwann ebenfalls komplett aus. Das kann mitunter jedoch Monate oder Jahre dauern. Urtikaria ist nicht ansteckend. Im Mittelpunkt der Behandlung steht vor allem die Linderung des Juckreizes. Mitunter ist eine medikamentöse Therapie notwendig. Zum Einsatz kommen beispielsweise Antihistaminika oder Biologika – also Medikamente mit Antikörpern, die körpereigene Substanzen oder Zellen hemmen.
Übrigens: Mit Ihrer Erkrankung sind Sie nicht allein. Etwa jeder fünfte Mensch macht einmal im Leben eine Urtikaria durch. Die Erkrankung ist nicht ansteckend.


Allergisches Asthma
Manchmal fühlt es sich an, als würde die Luft nicht richtig in die Lunge passen – als ob ein unsichtbarer Drache auf der Brust sitzt. Vielleicht hat Ihr Kind häufig Husten oder die Atmung pfeift? Das kann Asthma sein. Aber keine Sorge! Mit der richtigen Behandlung kann Ihr Kind trotzdem rennen, toben und spielen.
Asthma ist eine chronische Atemwegserkrankung, d.h. die Atemwege sind dauerhaft entzündet und reagieren sehr empfindlich auf bestimmt Reize, wie Pollen, Staub, Tierhaare oder kalte Luft. Das kann zu Husten, pfeifender Atmung, Kurzatmigkeit oder einem Engegefühl in der Brust führen.
Wir helfen Ihrem Kind dabei, das Asthma in den Griff zu bekommen. Durch eine gute Asthmakontrolle, Atemtechniken und -übungen sowie medikamentöse Therapien kann ein weitgehend beschwerdefreies Leben ermöglicht werden. Gemeinsam finden wir heraus, was Ihrem Kind guttut und wie Sie im Notfall helfen können.
Insektengiftallergien
Eine Insektengiftallergie ist eine überschießende Immunreaktion auf das Gift von Bienen, und Wespen. Während ein Stich bei den meisten Menschen nur eine vorübergehende lokale Reaktion mit Rötung, Juckreiz und Schwellung verursacht, kann er bei Allergikern zu schweren Symptomen wie Juckreiz am ganzen Körper, Quaddeln, Schluckbeschwerden, Atemnot, Kreislaufproblemen oder sogar einem anaphylaktischen Schock führen. Eine schnelle Behandlung ist erforderlich.
Die Diagnose erfolgt durch eine ausführliche Anamnese, Hauttests und spezielle Blutuntersuchungen zur Bestimmung allergenspezifischer Antikörper. Die Therapie besteht zunächst aus einer schnellen Notfallbehandlung mit Antihistaminika und vor allem Adrenalin. Langfristig kann eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) helfen: Sie gewöhnt das Immunsystem schrittweise an das Insektengift und kann so schwere allergische Reaktionen in Zukunft verhindern.
Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie oder Ihr Kind eine Insektengiftallergie haben, sprechen Sie uns an.


Medikamentenallergie
Natürlich ist jedes Kind mal krank und muss Medikamente nehmen. Doch was ist, wenn sich die Haut plötzlich rötet, anschwillt oder juckt? Oder Ihrem Kind wird schwindelig? Diese Symptome können natürlich darauf hinweisen, dass Ihr Kind empfindlich auf bestimmt Inhaltsstoffe in dem Medikament reagiert. Doch meist handelt es sich nicht um eine Allergie, sondern um eine unerwünschte Nebenwirkung des Medikaments.
So tritt bei der Einnahme von Antibiotika häufig Hautausschlag auf. Studien zeigen jedoch, dass dieser häufig vorschnell einer Allergie zugeschrieben wird. Allergietests zeigen dann, dass keine allergische Reaktion vorliegt. So sind z.B. Penicillin-Allergien wesentlich seltener als angenommen.
Aber auch allergische Reaktionen sind bei allen Medikamenten möglich und können innerhalb weniger Minuten bis Stunden nach der Einnahme auftreten. Die Bandbreite der Symptome reicht von Hautreaktionen (z.B. Nesselfieber) über Übelkeit, Durchfall oder Erbrechen sowie Atembeschwerden bis hin zum anaphylaktischen Schock (Kreislaufkollaps).
Um nicht unnötig wirksame Medikamente zu vermeiden, ist es wichtig zu wissen, gegen welche Medikamente man tatsächlich allergisch ist und gegen welche nicht.

